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Antibiotika-Resistenz

Gefahr für Gesundheitsversorgung

„Ohne ein rasches und koordiniertes Handeln aller Beteiligten steuert die Welt auf eine post-antibiotische Ära zu, in der normale Infektionen und kleine Verletzungen wieder tödlich enden können, obwohl sie bereits jahrzehntelang behandelbar waren.“

Keiji Fukuda (stellvertretender WHO-Direktor)

Antibiotika gehören zu den großen Errungen­schaften der modernen Medizin. Doch je mehr Anti­biotika in die Umwelt gelangen, umso schneller ent­wickeln Bakterien eine Resis­tenz. In Folge können harmlose Krank­heiten nicht mehr behandelt werden (i).

Wir stehen vor einem akuten Problem unserer Gesund­heits­versorgung. Die Ursachen dafür sind:

  • die falsche und übertriebene Medikation in der Human­medizin (i)
  • der flächen­deckende Einsatz von Antibiotika in der konven­tionellen Tier­haltung (i)

Personen, die direkten Kontakt zu Tieren in Massen­tier­haltung haben, sind besonders gefährdet sich mit resistenten Keimen zu infizieren. Aber auch in unseren Kranken­häusern breiten sich multiresistente Keime bereits aus.

Wollen wir uns schützen, müssen wir jetzt handeln. Die Menge an Antibiotika, die wir einsetzen, muss drastisch reduziert werden. Nur dann können wir die Wirksamkeit von Antibiotika für die Fälle erhalten, wo wir diese als Lebensretter wirklich dringend benötigen.

Fordern wir gemeinsam von Gesundheitsministerin Rendi-Wagner und Umweltminister Rupprechter, endlich Maßnahmen gegen den übertriebenen Einsatz von Antibiotika zu ergreifen!

„Ohne ein rasches und koordiniertes Handeln aller Beteiligten steuert die Welt auf eine post-antibiotische Ära zu, in der normale Infektionen und kleine Verletzungen wieder tödlich enden können, obwohl sie bereits jahrzehntelang behandelbar waren.“

Keiji Fukuda (stellvertretender WHO-Direktor)

Jetzt Petition unterzeichnen!

Fordern wir gemeinsam von Gesundheitsministerin Rendi-Wagner und Umweltminister Rupprechter, endlich Maßnahmen gegen den übertriebenen Einsatz von Antibiotika zu ergreifen!

* Pflichtfelder. Der Petitionstext im Wortlaut. Durch das Abschicken des Formulars erlauben Sie Greenpeace, Sie zu kontaktieren. Wir achten auf Ihre Privatsphäre, näheres finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Petitiontext

Stoppen wir die Bedrohung unserer Gesundheitsversorgung.

Sehr geehrte Bundesministerin Rendi-Wagner, sehr geehrter Bundesminister Rupprechter,

ExpertInnen sind sich einig: Die Menge an Antibiotika, die wir einsetzen, muss drastisch reduziert werden - sowohl in der Human- als auch in der Veterinärmedizin. Nur dann werden wir es schaffen, die Wirksamkeit von Antibiotika für die Fälle zu erhalten, wo wir diese als Lebensretter wirklich dringend benötigen. Für die Politik in Österreich muss dies bedeuten, endlich ernst zu machen und wirkungsvolle Maßnahmen für eine drastische Reduktion des Einsatzes von Antibiotika bei Mensch und Tier zu setzen.

Deshalb ist es höchste Zeit für einen ernsthaften Antibiotika-Dialog; mit allen relevanten Stakeholdern unter Leitung des Gesundheitsministeriums, mit dem Ziel eines ambitionierten Planes zur Reduktion des Einsatzes sowohl in der Humanmedizin als auch in der Tierhaltung.

Bitte handeln Sie jetzt! Das vorliegende Tierarzneimittelpaket muss dringend nachgebessert werden. Wir fordern:

  • Klare, quantifizierbare und überprüfbare Zielsetzungen zur Reduktion des Antibiotika-Einsatzes in der Nutztierhaltung (z.B. Halbierung des Antibiotikaeinsatzes in der Nutztierhaltung bis 2020)
  • Ende des Einsatzes von Reserveantibiotika in der Nutztierhaltung
  • Mittelfristig: Abkehr von der Herdenbehandlung; Isolation und Behandlung von einzelnen kranken Tieren(bzw. Kleingruppenbehandlung bei Geflügel)
  • Klares politisches Bekenntnis zu einer für Mensch, Umwelt und Tier gesunden und nachhaltigen Landwirtschaft und Nutztierhaltung inklusive Unterstützung für Bäuerinnen und Bauern bei der Umstellung

Mit freundlichen Grüßen,


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