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Antibiotika-Resistenz

Gefahr für Gesundheitsversorgung

„Ohne ein rasches und koordiniertes Handeln aller Beteiligten steuert die Welt auf eine post-antibiotische Ära zu, in der normale Infektionen und kleine Verletzungen wieder tödlich enden können, obwohl sie bereits jahrzehntelang behandelbar waren.“

Keiji Fukuda (stellvertretender WHO-Direktor)

Antibiotika gehören zu den großen Errungen­schaften der modernen Medizin. Doch je mehr Anti­biotika in die Umwelt gelangen, umso schneller ent­wickeln Bakterien eine Resis­tenz. In Folge können harmlose Krank­heiten nicht mehr behandelt werden (i).

Wir stehen vor einem akuten Problem unserer Gesund­heits­versorgung. Die Ursachen dafür sind:

  • die falsche und übertriebene Medikation in der Human­medizin (i)
  • der flächen­deckende Einsatz von Antibiotika in der konven­tionellen Tier­haltung (i)

Personen, die direkten Kontakt zu Tieren in Massen­tier­haltung haben, sind besonders gefährdet sich mit resistenten Keimen zu infizieren. Aber auch in unseren Kranken­häusern breiten sich multiresistente Keime bereits aus.

Wollen wir uns schützen, müssen wir jetzt handeln: Der erste wichtige Schritt ist die Reduktion des Anti­biotika­einsatzes in der Tier­haltung. Die Chance dafür ist da: Aktuell diskutiert die EU ein Tier­arznei­mittel-Verordnungspaket, das den Einsatz von Anti­biotika drastisch reduzieren könnte!

Fordern wir gemeinsam von unseren EU-Abgeordneten, die Bedrohung unserer Gesundheits­versorgung zu stoppen!

„Ohne ein rasches und koordiniertes Handeln aller Beteiligten steuert die Welt auf eine post-antibiotische Ära zu, in der normale Infektionen und kleine Verletzungen wieder tödlich enden können, obwohl sie bereits jahrzehntelang behandelbar waren.“

Keiji Fukuda (stellvertretender WHO-Direktor)

Jetzt Petition unterzeichnen!

Fordern wir gemeinsam von unseren EU-Abgeordneten, die Bedrohung für unsere Umwelt und unsere Gesundheitsversorgung zu stoppen!

* Pflichtfelder. Der Petitionstext im Wortlaut. Durch das Abschicken des Formulars erlauben Sie Greenpeace, Sie zu kontaktieren. Wir achten auf Ihre Privatsphäre, näheres finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Petitiontext

Stoppen wir die Bedrohung unserer Gesundheitsversorgung.

Sehr geehrte Mitglieder des Europäischen Parlaments,

Antibiotika sind unverzichtbare Medikamente für die menschliche Gesundheit, aber auch für die Tiermedizin. Der übermäßige und falsche Einsatz von Antibiotika führt jedoch zu einer immer größeren Zahl an resistenten Keimen und gefährdet die Wirksamkeit dieser wichtigen Medikamente. Intensive Haltungsbedingungen und zu hohe Bestandsdichten machen eine gezielte Behandlung erkrankter Tiere kaum möglich. Das Ergebnis: Heute werden bereits mehr Antibiotika an gesunde Tiere in der Agrarindustrie verabreicht als an kranke Menschen.

In der Europäischen Union sterben nach Schätzungen der europäischen Gesundheitsdienste ECDC/EMEA offiziell jedes Jahr rund 25.000 Menschen an den Folgen von Antibiotika-Resistenzen, die Dunkelziffer wird allerdings weit höher geschätzt. „Dies ist ein globales, gesellschaftspolitisches Gesundheitsthema, das die menschliche Gesundheit, unsere Nahrungsversorgung und die Gesundheit von Milliarden von Tieren gefährdet.“ (WHO)

Bitte handeln Sie jetzt! Das vorliegende Tierarzneimittelpaket muss dringend nachgebessert werden. Wir fordern:

  1. Antibiotika gezielt nur zur Behandlung kranker Tiere einsetzen
    Vollständiges Verbot des vorbeugenden Einsatzes und Ausstieg aus dem flächendeckenden (metaphylaktischen) Einsatz von Antibiotika. Konkrete Zielsetzung und Zeitplan für die Reduktion des Antibiotikaeinsatzes in der Landwirtschaft.
  2. Ausstieg aus dem Einsatz von Reserveantibiotika in der Tierhaltung
    Beschränkung der Nutzung von Reserveantibiotika in der Landwirtschaft auf begründete Einzelfälle.
  3. Kein Handel mit Tierarzneimitteln über das Internet
    Verschreibungspflichtige Tierarzneimittel, insbesondere Antibiotika, dürfen nicht dem Internethandel zugänglich gemacht werden.
  4. Schlupflöcher schließen und Anreize vermindern
    Schließung der im Verordnungsentwurf enthaltenen Schlupflöcher wie das dezentrale Zulassungsverfahren und die gegenseitige Anerkennung sowie Anreize für den Einsatz von Antibiotika vermindern, z.B. betreffend Werbung oder Rabatte.

Mit freundlichen Grüßen,


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Ziel: 30.000