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Antibiotika-Resistenz

Antibiotika-Einsatz in der Landwirtschaft fördert Tierleid

Die Massentierhaltung hat eine neue Dimension erreicht. Um möglichst viele Tiere auf möglichst wenig Platz mit möglichst geringem Aufwand halten zu können, werden den Tieren flächendeckend Antibiotika verabreicht.

Warum? In einem Stall mit 2.000 Schweinen ist es fast unmöglich, ein krankes Tier zu identifizieren und zu behandeln. Gründe für Entzündungen und Infektionen gibt es aber viele: Bein- und Klauenverletzungen durch Spaltenböden ohne Einstreu, gegenseitige Verletzungen aufgrund von Platzmangel und Beschäftigungslosigkeit sowie das geschwächte Immunsystem von Jungtieren, die zu früh von ihren Müttern getrennt wurden.

Kurz gesagt: Der massive Einsatz von Antibiotika erlaubt Haltungsformen, die für die Tiere unzumutbar sind und großes Leid verursachen. In weiterer Folge hat dies auch eklatante Auswirkungen auf uns Menschen.

Setzen wir den ersten Schritt gegen diese perverse Form der Tierhaltung: Fordern wir gemeinsam von der Bundesregierung, Maßnahmen für eine nachhaltige Nutztierhaltung zu ergreifen!

„Die Zukunft liegt also in Freilandhaltung, Hygiene im Stall sowie der Förderung von Biolabels und regionalen Produkten.“

Kurth Frühwirth, Präsident der Tierärztekammer

Jetzt Petition unterzeichnen!

Fordern wir gemeinsam von unserer Bundesregierung, die Bedrohung für unsere Umwelt und unsere Gesundheitsversorgung zu stoppen!

* Pflichtfelder. Der Petitionstext im Wortlaut. Durch das Abschicken des Formulars erlauben Sie Greenpeace, Sie zu kontaktieren. Wir achten auf Ihre Privatsphäre, näheres finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Petitionstext

Antibiotika-Einsatz in der Landwirtschaft fördert Tierleid

Sehr geehrte Bundesministerin Rendi-Wagner, sehr geehrter Bundesminister Rupprechter,

ExpertInnen sind sich einig: Die Menge an Antibiotika, die wir einsetzen, muss drastisch reduziert werden - sowohl in der Human- als auch in der Veterinärmedizin. Nur dann werden wir es schaffen, die Wirksamkeit von Antibiotika für die Fälle zu erhalten, wo wir diese als Lebensretter wirklich dringend benötigen. Für die Politik in Österreich muss dies bedeuten, endlich ernst zu machen und wirkungsvolle Maßnahmen für eine drastische Reduktion des Einsatzes von Antibiotika bei Mensch und Tier zu setzen.

Deshalb ist es höchste Zeit für einen ernsthaften Antibiotika-Dialog; mit allen relevanten Stakeholdern unter Leitung des Gesundheitsministeriums, mit dem Ziel eines ambitionierten Planes zur Reduktion des Einsatzes sowohl in der Humanmedizin als auch in der Tierhaltung.

Bitte handeln Sie jetzt! Das vorliegende Tierarzneimittelpaket muss dringend nachgebessert werden. Wir fordern:

  • Klare, quantifizierbare und überprüfbare Zielsetzungen zur Reduktion des Antibiotika-Einsatzes in der Nutztierhaltung (z.B. Halbierung des Antibiotikaeinsatzes in der Nutztierhaltung bis 2020)
  • Ende des Einsatzes von Reserveantibiotika in der Nutztierhaltung
  • Mittelfristig: Abkehr von der Herdenbehandlung; Isolation und Behandlung von einzelnen kranken Tieren(bzw. Kleingruppenbehandlung bei Geflügel)
  • Klares politisches Bekenntnis zu einer für Mensch, Umwelt und Tier gesunden und nachhaltigen Landwirtschaft und Nutztierhaltung inklusive Unterstützung für Bäuerinnen und Bauern bei der Umstellung

    Mit freundlichen Grüßen,


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