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Antibiotika-Resistenz

Antibiotikarückstände in Böden, Gemüse und Wasser

„In Österreich werden jährlich 45 Tonnen Antibiotika in der Humanmedizin und 49 Tonnen Antibiotika in der Tierhaltung eingesetzt.“

Nationaler Aktionsplan zur Antibiotikaresistenz

Das Maß an Antibiotika in der Umwelt ist voll! Der intensive Einsatz von Antibiotika hat dazu geführt, dass selbst in Österreichs Böden bereits Antibiotikarückstände gefunden wurden. Dies stört natürliche Bakteriengemeinschaften und treibt die Entwicklung resistenter Keime (i) voran.

Wodurch gelangen Antibiotika in unsere Umwelt?

  • Durch die flächendeckende Verabreichung von Antibiotika in der konventionellen Tierzucht (i). Bis zu 90 Prozent der Antibiotika-Wirkstoffe werden von den Tieren direkt wieder ausgeschieden. Über die ausgebrachte Gülle gelangen die Rückstände dann in den Boden, in unser Getreide und Gemüse und schlussendlich in unser Grundwasser.
  • Durch den intensiven Einsatz von Antibiotika in der Humanmedizin (i). Über das Abwasser der Krankenhäuser gelangen Antibiotikarückstände in die Kläranlagen, wo sie auch Bakterien abtöten, die für die Reinigung des Wassers wichtig sind.

Wir müssen jetzt handeln: Nicht nur unsere Umwelt ist in Gefahr, die rasche Entwicklung multiresistenter Keime bedroht uns Menschen. Die EU spricht bereits von jährlich mehr als 25.000 Todesfällen, die auf Antibiotika-Resistenzen zurückzuführen sind. Ergreifen wir deshalb jetzt die Chance: Aktuell diskutiert die EU ein Tierarzneimittel-Verordnungspaket, das den Einsatz von Antibiotika drastisch reduzieren könnte!

Fordern wir gemeinsam von der Bundesregierung, die Bedrohung für unsere Umwelt und unsere Gesundheit zu stoppen!

„In Österreich werden jährlich 45 Tonnen Antibiotika in der Humanmedizin und 49 Tonnen Antibiotika in der Tierhaltung eingesetzt.“

Nationaler Aktionsplan zur Antibiotikaresistenz

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Petitionstext

Antibiotikarückstände in Böden, Gemüse und Wasser

Sehr geehrte Bundesministerin Rendi-Wagner, sehr geehrter Bundesminister Rupprechter,

ExpertInnen sind sich einig: Die Menge an Antibiotika, die wir einsetzen, muss drastisch reduziert werden - sowohl in der Human- als auch in der Veterinärmedizin. Nur dann werden wir es schaffen, die Wirksamkeit von Antibiotika für die Fälle zu erhalten, wo wir diese als Lebensretter wirklich dringend benötigen. Für die Politik in Österreich muss dies bedeuten, endlich ernst zu machen und wirkungsvolle Maßnahmen für eine drastische Reduktion des Einsatzes von Antibiotika bei Mensch und Tier zu setzen.

Deshalb ist es höchste Zeit für einen ernsthaften Antibiotika-Dialog; mit allen relevanten Stakeholdern unter Leitung des Gesundheitsministeriums, mit dem Ziel eines ambitionierten Planes zur Reduktion des Einsatzes sowohl in der Humanmedizin als auch in der Tierhaltung.

Bitte handeln Sie jetzt! Das vorliegende Tierarzneimittelpaket muss dringend nachgebessert werden. Wir fordern:

  • Klare, quantifizierbare und überprüfbare Zielsetzungen zur Reduktion des Antibiotika-Einsatzes in der Nutztierhaltung (z.B. Halbierung des Antibiotikaeinsatzes in der Nutztierhaltung bis 2020)
  • Ende des Einsatzes von Reserveantibiotika in der Nutztierhaltung
  • Mittelfristig: Abkehr von der Herdenbehandlung; Isolation und Behandlung von einzelnen kranken Tieren(bzw. Kleingruppenbehandlung bei Geflügel)
  • Klares politisches Bekenntnis zu einer für Mensch, Umwelt und Tier gesunden und nachhaltigen Landwirtschaft und Nutztierhaltung inklusive Unterstützung für Bäuerinnen und Bauern bei der Umstellung

    Mit freundlichen Grüßen,


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